Heute fühle ich Trauer.
Es geht nicht darum, warum ich traurig bin und ob ich es ändern kann.
Trauer ist ein Ausdruck meiner Lebendigkeit, sie ist nichts, worin ich für immer verloren gehe.
Wenn ich sie wahrnehme, so wie sie ist, ist sie frisch und lebendig, auf ihre Art.
Sicher, es gibt die Gedanken, dass ich lieber fröhlich wäre, dass doch die anderen Menschen nicht traurig sind, dass ich die Trauer jetzt einfach nicht fühlen möchte. Aber warum nicht?
Wenn ich den Gedanken nicht zuhöre und mich behutsam dem Gefühl der Trauer annähere, sie "koste" und mich ihr hingebe, entsteht ein langsamer und behutsamer Tanz.
Ein Fließen beginnt.
Und genauso, wie sie in mein Leben hinein geflossen ist, so fliesst sie auch wieder weiter.
Trauer
3:13 AM
kresek

