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Das Fest der Kwan Yin



Danke Gabriele, dass du uns darauf aufmerksam gemacht hast:
heute am 5.April wird in Asien das Fest der Kwan Yin gefeiert.

Die buddhistische und taoistische weibliche Verkörperung des Mitgefühls ist Inbegriff für inneren und äußeren Frieden sowie für Gnade, Barmherzigkeit und beschützende Liebe. Sie fördert Heilung, Toleranz und die Hingabe in den Fluss des Lebens.

Bedingungslose Liebe, liebevolle Hinwendung

Kwan Yin manifestiert sich in allen erdenklichen Formen. 
Sie ist immer dort, wo ein Wesen ihrer Hilfe bedarf. 
Besonderes Anliegen von Kwan Yin sind die Frauen und die ankommenden Seelen, 
die sich als Kinder inkarnieren wollen. 
Sie bringt Kindersegen, daher wenden sich vor allem auch Frauen mit ihrem Kinderwunsch an sie.
Als Verkörperung der göttlichen Mutter steht sie für bedingungslose Liebe, 
die Stärkung der Fähigkeit zu liebevoller Hinwendung und für Geborgenheit – wie sie nur im Schoße einer (göttlichen) Mutter erfahrbar ist.

Heilung auf allen Ebenen des Daseins

Als meditative Göttin der Transformation balanciert sie jedes Ungleichgewicht aus und schenkt Heilung auf allen Ebenen des Daseins. 
Kwan Yin erwartet weder Anbetung noch aufwändige Rituale. 
Es genügt ihr, um Hilfe gebeten zu werden und sie ist da. 
Es wird  gesagt, dass sie jedes Gebet, das ihr zu Ohren komme, erhöre.
Ihre Kraft ist so groß, dass schon allein das Aussprechen ihres Namens genügt, 
damit Leid und Elend gemildert,
Schutz und Trost gewährt und Menschen von körperlichen und geistigen Schäden befreit werden.

Mitgefühl

Sie ist frei von Karma und kommt freiwillig immer wieder, damit die Menschen die Liebe zu allem, was in ihnen selbst ist, wieder finden. 
In diesem Zusammenhang ist auch der Begriff des „Mitgefühls“ interessant.
Mitgefühl umfasst im Gegensatz zu Mitleid unter anderem auch die Mitfreude, ist also nicht auf Leid beschränkt. 
Kwan Yin hat daher im Gegensatz zu gängigen mütterlich-besorgten-mitleidenden Marien-Darstellungen eine fröhliche, freudige und spielerisch-leichte Energie.

Das Schriftzeichen guān heißt „betrachten, anschauen, einen Blick auf etwas werfen“, oder „Anschauung, Ansicht“, yīn bedeutet „Ton, Laut, Schall“. 
Der Name der Göttin ist die Kurzform von Guānshìyīn und bedeutet „die Töne der Welt wahrnehmend“. 
Sie hat auch die Beinamen Sho, "die Weise", und Nyoirin, "die Allmächtige".
In einer anderen Auslegung steht Quan für Erde und Yin für die dynamische weibliche Lebenskraft. 
Sie ist somit auch Erdgöttin.  

Sie sieht das Leid überall auf der Welt

Kwan Yin ist eine kraftvolle Lehrerin vor allem für Frauen, bei denen die Befähigung für tiefes Verstehen, mitfühlende Weisheit und mutiges, fähiges Handeln von Anbeginn angelegt ist. 
Eine jede wird aus der Ganzheit heraus geboren. 
Die Kraft des Mitgefühls kommt zum Tragen, wenn wir uns selbst in unserer Gesamtheit annehmen und ehren.
Die Göttin ist immer dann spürbar, wenn ihre sehr schöne, klare und feinsinnige Gegenwart, ein sehr fokussierter und lichtvoller Strahl direkt das Herz berührt.
Ihr Symbol ist eine weiße Lotusblüte, mit der sie den göttlichen Nektar auf das Leben sprenkelt sowie ein Gefäß, gefüllt mit dem Nektar der Güte, des Mitgefühls und der Weisheit. 
Auf Darstellungen sieht man Kwan Yin oft mit vielen Augen, damit sie das Leid überall auf der Welt sieht, und vielen Arme, damit sie überall helfen kann. 
Literarisch wird sie mit 1000 Augen und 1000 Armen beschrieben.
Ihre Darstellungen wirken immer sehr ansprechend, denn Kwan Yin strahlt mit ihrem fein angedeuteten Lächeln große Ruhe und Gelassenheit aus.
Meist steht oder sitzt sie auf einem Lotus, auf schäumenden Wellen, auf einem Delfin oder einem Drachen. Dieser ist ein altes Symbol für Spiritualität, Klugheit, Stärke, Transformation aber auch für Schutz.

Erkennt das Licht in jedem Menschen

Kwan Yin hat das Erdendasein also in seiner ganzen Breite erfahren und damit gelernt, 
die Meisterschaft der wahren Liebe zu gewinnen.
Meisterschaft bedeutet "Nicht-Bewerten" - im TAO sein.
Damit kann sie in jedem Menschen das Licht erkennen– selbst dort, wo diese es längst aufgegeben haben, danach zu suchen. 

Die Gabe der Gelassenheit

Neben aller Liebe, Gnade, Mitgefühl und Barmherzigkeit ist eine ganz wesentliche Gabe von Kwan Yin die Gelassenheit. 
Daraus kann alles andere entstehen. 
Damit ist sie speziell in unserer Zeit eine sehr aktuelle Göttin für Frauen.
Frauen, die an die Grenzen ihrer „Multi-Tasking-Fähigkeiten“ stoßen,
die sich über vieles – zu Recht – ärgern, 
die sich kaum die Zeit für Meditation oder auch nur ein Viertel Stündchen durchschnaufen nehmen können,
sind bei Kwan Yin gut aufgehoben. 
Es heißt, dass die Göttin Frieden und Großzügigkeit so verinnerlicht hat,
dass sie damit auch alle erfüllt, die mit ihr in (Stoß-)Gebet oder Meditation in Kontakt treten. 

Immer nur gerade ein Gebet weit weg

Kwan Yin kann Menschen überall auf der Welt erreichen. Sie ist immer nur gerade ein Gebet weit weg.
Besonders mag sie es, wenn Frauen ihren Namen singen, nicht nur wenn sie in Not sind, sondern auch wenn sie etwas zu feiern haben. 
Gesänge ziehen die Göttin an und lassen sie lauschen.
Frauen, von denen oft Mitgefühl, Kraft, Verständnis, liebevolle Zuneigung verlangt werden,
verhilft Kwan Yin dazu, Kanal zu sein. 
Frauen müssen nicht alles selbst machen und sich damit verausgaben.
Wenn sie sich von Kwan Yin helfen lassen, 
dann kann die Göttin ihre heilenden Kräfte durch Frauen fließen und ihre Stimme ertönen lassen sowie mit ihrer Weisheit und Fröhlichkeit ihren Geist erfüllen.

Quelle:






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